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Dienstag, 12. November 2019

Mitteilungen für Rohr

< Offene Stelle in der Bauverwaltung
04.10.2019 10:59 Alter: 39 Tage
Kategorie: Bürgerbrief, Werbung Startseite
Von: Andrea Rauth

Zur Sache - Ihr Bürgermeister informiert


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die großen Ferien sind vorüber, ich hoffe, Sie hatten einige erholsame Wochen und konnten Abstand vom Alltag nehmen und den Sommer genießen. Zum Schulstart durften 39 Mädchen und Jungs mit Schultüten und Schulranzen ausgerüstet ihre Einschulung feiern. Es konnten zwei erste Klassen mit 19 und 20 Schüler*innen gebildet werden. Insgesamt werden im Schuljahr 2019/20 in acht Klassen 165 Schülerinnen und Schüler in der Grundschule in Regelsbach beschult. Wir wünschen allen Kindern ein erfolgreiches, schönes und interessantes Schuljahr. Und den Eltern nicht allzu viele Diskussionen mit dem Nachwuchs, in Sachen Hausaufgaben und Lernen. Allen Lehrkräften und den Mitarbeiterinnen der Mittagsbetreuung, die in diesem Schuljahr 78 Kinder am Nachmittag betreuen, darf ich für ihre tolle Arbeit danken und wünsche ihnen Energie, beste Motivation und gute Nerven für das neue Schuljahr.

Fernsehteam aus Rumänien war zu Gast in Gustenfelden

Ende August besuchten ein Kamerateam des rumänischen Senders Trinitas TV sowie ein Redaktionsteam der Zeitung „Lumina“ aus Rumänien Gustenfelden. Die Journalisten, Mitarbeiter des orthodoxen Patriarchats aus Bukarest, wollten Eindrücke und Informationen über die Direktvermarktung regional erzeugter Produkte, in Bild und Ton festhalten und führten dazu Interviews. Der Journalist Wolfram Göll aus Schwabach stellte den Kontakt zu Bürgermeister Fröhlich her. Die Fragen der Redaktion wurden von ihm vor Ort ins Deutsche und die Antworten der Gesprächspartner wieder ins Rumänische übersetzt. In Rumänien nimmt die Landflucht der jungen Generation immer stärker zu. Die Dörfer bluten aus und die Infrastruktur verfällt zunehmend. Man erhofft sich unter anderem über die Dokumentation aus der Gemeinde Rohr und den Interviews mit den Hofladeninhabern Anregungen und Konzepte, die auch in Rumänien die Wiederbelebung der ländlichen Regionen voranbringen könnten. Bürgermeister Fröhlich gab in einem fast halbstündigen Interview einen Überblick über die kommunale Infrastruktur und Entwicklung der Gemeinde Rohr. Auch Fragen zur Bildungspolitik und Ganztagsbetreuung waren von großem Interesse. Die Aufnahmen werden im rumänischen Fernsehen gesendet. Über einen Link der auf die Homepage der Gemeinde Rohr gestellt wird, soll die Ausstrahlung dann auch online abrufbar sein.

2. Entwurf des Bundesnetzentwicklungsplanes Strom 2019-30

Im Antwortschreiben der Bundesnetzagentur, auf die Resolution der Gemeinde Rohr die gemeinsam mit den fünf weiteren, von den Planungen des Ersatzbaus der „Juraleitung“ betroffenen Gemeinden (Kammerstein, Büchenbach, Schwanstetten, Rednitzhembach und Wendelstein) verfasst wurde, verwies man u. a. auf das Konsultationsverfahren zum 2. Entwurf des Bundesnetzentwicklungsplanes (NEP) 2019-2030. Bis zum 16. Oktober können Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit, Stellungnahmen zum Entwurf des NEP abgeben. Auf einer Informationsveranstaltung der Bundesnetzagentur, zu der am 10. September nach Regensburg eingeladen wurde, nahm Bürgermeister Fröhlich mit seinem Amtskollegen, Bürgermeister Robert Pfann teil. In mehreren Referaten wurde detailliert erläutert, dass aus dem NEP 2019-2030 und dem Umweltbericht der neue Bundesbedarfsplan für Strom erstellt und vom Bundestag beschlossen werden muss.

Der 548 Seiten umfassende Umweltbericht (Stand August 2019) beinhaltet die Strategische Umweltprüfung auf Grundlage des Gesetzes zur Umweltverträglichkeitsprüfung für den Netzausbau zur zukünftigen Stromversorgung. Hier werden alle Projekte und Maßnahmen zur Optimierung, zur Verstärkung, zum Ersatz- oder Neubau von Höchstspannungsnetzen unter Abwägung verschiedener Alternativen, untersucht. Die Projekte werden regelmäßig von den vier Höchstspannungsnetzbetreibern aktualisiert und der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgeschlagen.

Die Schutzgüter Mensch, Tier, Pflanzen, biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser und Luft werden einzeln und in den gegenseitigen Wechselwirkungen betrachtet. Die sehr komplexen Ausführungen von Dr. Sven Serong von der BNetzA brachten in einem entscheidenden Punkt eines Beispiels der Alternativvergleiche einen für uns neuen Aspekt. Es gibt von TenneT eine Alternativplanung mit dem Projektnamen AL-P53 Irsching-Zolling-Ottenhofen, die aus Umweltgesichtspunkten als vorteilhaft und daher vorzugswürdig erachtet wird (Umweltbericht, Teil 1, S. 364 ff.) Die Länge der Ersatzbaustrecke beträgt nur ca. ein Drittel des Ersatzbaues P 53 von Raitersaich über Ludersheim, Sittling nach Altheim.

Die Anzahl der so genannten Konfliktrisikopunkte liegt mit 1.076 ebenfalls weit unter den 3.490 ermittelten Punkten der uns betreffenden P 53 – Variante. Neben dem Strategischen Umweltbericht ist ein elektrotechnischer Bericht erforderlich, der die Alternativprojekte technisch betrachtet. Die Ergebnisse liegen uns nicht vor.

In den Informationsveranstaltungen und verfahrensbegleitenden Foren von Tennet wurde die Alternative AL-P 53 bisher nicht thematisiert. Auch im Rückschreiben des Bayerischen Wirtschaftsministeriums auf das Resolutionsschreiben, gab es diesbezüglich keine Hinweise. Am 27. September werden sich die betroffenen Bürgermeister aus dem Landkreis Roth erneut zusammensetzen, auch Tennet hat ein weiteres Sondierungsgespräch angeboten. Bis 16. Oktober wird unter der Federführung von Rohr eine weitere Stellungnahme erarbeitet, interkommunal abgestimmt und online eingereicht. Wir werden dann weiter berichten.

Vorstandssitzung zur Dorferneuerung und Flurneuordnung

Am 28. August tagte der neue Vorstand der Teilnehmergemeinschaft des Verfahrens der Dorferneuerung und Flurneuordnung der Ortschaften Regelsbach, Hengdorf und Nemsdorf. Der Vorsitzende stellte dem Gremium die erste Entwurfsplanung des Ausbaues der „Hohen Straße“ vor. Im Bereich der „Golfrange“ wird der Flurbereinigungsweg staubfrei (asphaltiert) ausgebaut, im weiteren Verlauf, bis zum Bioenergiehof Stürmer dann mit zwei Fahrspuren. Details müssen noch beschlossen werden. Für den Ersatzbau des Feuerwehrgerätehauses Hengdorf/Nemsdorf, und für den Bau einer Treppenanlage als Freianlage zwischen dem Wohngebiet an der Siedlerstraße „Bergäcker“ und dem Hohlweg, sowie für eine Entwurfsplanung eines Erweiterungsbaus des Feuerwehrhauses in Regelsbach wurden teilweise die Leistungsphasen 1 – 3 ausgeschrieben, bzw. vergeben. Für den geplanten Kreuzungsumbau in Regelsbach stellte Bürgermeister Fröhlich die erforderlichen Tiefbauarbeiten zur teilweisen Umstellung auf Trennsystem im Kanalnetz und dem Neubau eines Schmutzwasserkanals in der Hengdorfer Straße als Lückenschluss vor. Für den Geh- und Radwegebau wird ein Baumgutachten für den Eichenbestand an der RH 11 zwischen Hengdorf (Höhe Kläranlage) und Nemsdorf erstellt.

Wasserhochbehälterneubau und Kanalnetzumbau

Für die Altgemeinde Gustenfelden laufen seit 2018 umfassende Machbarkeitsstudien zur Trinkwasserversorgung in Verbindung mit der Sanierung oder dem Ersatzbau der Hochbehälter bei Wildenbergen. Zudem werden Teile des Kanalnetzes in Kottensdorf auf Trennsystem umgestellt. Der Gemeinderat beschloss in der Septembersitzung den Neubau zweier Edelstahlhochbehälter mit jeweils 221 Kubikmeter Fassungsvermögen (derzeit 2 x 150 Kubikmeter). Die Kostenberechnung für diesen Neubau liegen bei 1,4 Millionen Euro netto, abzüglich der rechtzeitig durch die Gemeindeverwaltung beantragten Zuwendungen nach RZWAS 2018, die in Höhe von ca. 220.000 € erwartet werden. Die Ausschreibung zu den erforderlichen Kanalbaumaßnahmen in Kottensdorf wurde Anfang September durch das Ingenieurbüro Klos aus Spalt veranlasst. Die Arbeiten sollen in 2020 durchgeführt werden. Zur öffentlichen Information zur Umstellung auf Trennsystem, als auch für die Darstellung und Erläuterung der zukünftigen, kostendeckenden Finanzierung der geplanten wasserwirtschaftlichen Maßnahmen über Verbesserungsbeiträge und Gebühren wird im Herbst zu einer Bürger- und Anliegerversammlung in der Altgemeinde Gustenfelden eingeladen. Die zu erwartenden Zuwendungen über das Förderprogramm RZWAS 2018 (Richtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) erfolgen erst nach Vorlage der Verwendungsnachweise nach Abschluss der Maßnahmen. Für die Trinkwasserversorgung hat das Landratsamt aktuell die beschränkte, weitere Erlaubnis zur Entnahme von Quellwasser bis 31.12.2022 erteilt. Somit bleibt für die abschließende Umstellung der Trinkwasserversorgung noch ausreichend Planungs- und Umsetzungszeit. Einen Großteil der nach 60 Jahren dringend erforderlichen Investitionen zu wasserwirtschaftlichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen hat die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Fröhlich und dem Gemeinderat dann gewissenhaft abgearbeitet.

Ihr/Euer
Felix Fröhlich
Erster Bürgermeister